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Prozessbeginn – 24. Juli 1996

Schuldspruch – 29. Juli 1996
Zum Tod verurteilt – 1. August 1996
Ankunt im Todestrakt – 13. September 1996

Die Selektion der Geschworenen für Tony (Anthony) Medinas Prozess begann am 15. Juli 1996. Neun Tage später, ungeachtet der Tatsache, dass die Verteidigungsanwälte unvorbereitet waren und nicht einmal eine Grunduntersuchung im Fall ihres Klienten durchgeführt hatten, begann der Prozess. Man schrieb den 24. Juli 1996.

Die Staatsanklage gegen Tony (Anthony) Medina basierte  auf der Zeugenaussage dreier Einzelpersonen, bekannten Gangmitgliedern, die angaben, zum Zeitpunkt des Verbrechens im Auto anwesend gewesen zu sein. Die Augenzeugenberichte dieser angeblichen Zeugen: Dominic Holmes, Johnny Valdez und James Moore waren vollkommen unterschiedlich. Alle drei Männer gaben unterschiedliche Berichte über das Verbrechen, wer wo im Auto saß, und sogar wann es passierte. Das einzige, bei dem alle drei übereinstimmten, war, dass Tony Medina der Schütze gewesen sei. Im Ganzen gaben die drei Männer bei Polizei und Anklägern elf verschiedene Aussagen zu Protokoll. Herr Moore, dem Fahrer und Besitzer des Autos, das im Verbrechen gebraucht wurde, sagte, dass als er den Anweisungen durch eine unbekannte Nachbarschaft folgte, Herr Medina auf einmal plötzlich ein halbautomatisches Gewehr gezogen hätte, von dem er nicht einmal wusste, dass es im Auto war und das Feuer eröffnete. Herr Valdez sagte aus, dass  Herr Moore anhielt, bevor sie den Tatort erreichten, damit  Herr Medina den Platz mit seinem Cousin, der vorne saß, tauschen konnte, und das Gewehr aus dem Kofferraum holen konnte.

Herr Leon Guy, ein anderer Zeuge, der entscheidend war für den Fall von D.A., bezeugte, dass er in der Auffahrt angrenzend an den Tatort war, als die Schiesserei stattfand. In seiner Aussage vor der Polizei in jener Nacht sagte Herr Guy, dass er ein dunkles viertüriges Auto gesehen hätte mit einer „weißen oder mexikanischen“ Hand, die ein Gewehr gehalten hätte, mit dem geschossen wurde. Während der Verhandlung änderte Herr Guy seine Aussage und sagte, dass er tatsächlich ein HELLGRAUES 2-TÜRIGES Auto gesehen hätte, das am Verbrechen  beteiligt gewesen sei. Obwohl er weiterhin behauptete, dass er eine weiße oder mexikanische Hand gesehen hätte, war er sicher, dass das Gewehr, das er schießen gesehen hat, KEIN AK-47 war. Unter der Befragung der Verteidigung gab er zu, dass er an Sylvester total betrunken gewesen sei und dass sein Gedächtnis sechs Monate nach dem Verbrechen besser sei als in jener Nacht.

Regina Juarez, eine enge Freundin von Dominic Holmes, behauptet dass Tony Medina nach der Schiesserei zur Party, auf der sie war, zurückkehrte und ihr gestand, dass  er für die Schiesserei verantwortlich sei.

Der staatliche Waffenexperte, Robert Baldwin, spielte ein Video vor und sagte über die Wirkung der Waffe des Mörders aus. Sein Video zeigte den Geschworenen den Schaden, den diese Waffe bei Telefonbüchern hervorbringen würde und er bestätigte, dass die verbrauchten Patronenhülsen, die von der Polizei am Tatort gefunden worden waren, von der Halbautomatikwaffe stammten, die vergraben und eingewickelt entdeckt wurde. Herr Guerinot, Tony Medinas Verteidiger, versuchte durch die Befragung des Staatsexperten zu beweisen, dass die Tat NICHT so verübt werden KONNTE wie Valdez, Holmes und Moore es bezeugten. Herr Baldwin sagte, dass er ohne weitere Tests keine abschließende Aussage machen könne. Obwohl Herr Guerinot um einen richterlichen Erlass ersuchte, diese Versuche durchzuführen, um dies zu beweisen, lehnte der Richter ab.

Die VERTEIDIGUNG brachte zwei Zeugen hervor, Domingo Valle und Rene Reyna, die bezeugten, dass Dominic Holmes vor ihnen und einem dritten Freund prahlte, er habe das Verbrechen begangen. Alex Perez, Tonys Vetter, erzählte den Geschworenen, dass er mit Tony Medina an der Party ihrer Freunde war und dass er und Tony die Party in dieser Nacht nie mit Holmes and Moore verlassen hätten.

Tony Medina sagte als letzter aus.

Er sprach während mehrerer Stunden, erzählte den Geschworenen, was an der Party in dieser Nacht geschah und bekräftigte, dass er nicht im Auto saß, als das Verbrechen begangen wurde.


Die Berufung


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